Wettbewerb
Die Mauer und der Wildhundzaun in Australien
Berlin, Bernauer Straße
Mauer
Vogel
20th Century Wailing Wall
Antifaschistischer Schutzwall
Berlin Mural
Mauerspechte
Ohne Titel
Transformierung eines Pentagramms zu einem Friedensstern in einem großen Europa ohne Mauern
Stay Free
Umleitung in den japanischen Sektor
Ohne Titel
Mein Gott hilf mir diese tödliche Liebe zu überleben
Danke Andrej Sacharow
Gedenkort Weiße Kreuze
Installation aus Tüchern
Menons Klagen um Diotima
Die Masken
Gefräßiger Walfisch
Parlament der Bäume
Mauerverlauf mit eingelassenen Gedenktafeln
Gedenkstelen Berliner Mauer

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Im Unterricht

Mauerkunst im Unterricht

Mauerkunst bietet Möglichkeiten, das Thema „Deutsche Teilungs- und Einheitsgeschichte“ auf motivierende Art und Weise im Unterricht einzusetzen. Denn mit Mauerkunst lassen sich vielfältige historische Gegebenheiten und Zusammenhänge erschließen: Blockbildung und deutsche Trennungsgeschichte, Grenzregime und Mauertote, friedliche Revolution und Einheit. Die Mauerbilder regen zum Nachdenken an, bilden den Ausgang für Recherchen, Diskussionen oder eigene Umsetzungen, in denen Wissen und Fantasie eingeübt werden.

Lehrplananbindung

Für die Auseinandersetzung mit dem Ost-West-Konflikt und der Teilung Deutschlands in zwei Staaten sehen die Bildungspläne die Besprechung sogenannter konkreter Ausprägungen vor. Die Mauer ist eine solche Ausprägung. Die Mauer ist eine symbolträchtige Komponente der deutsch-deutschen Geschichte und hat das Schicksal der Deutschen begleitet und bestimmt. In den Bildungsplänen wird sowohl fachlich-historisches Wissen gefordert als auch staatsbürgerliche Kompetenz beziehungsweise Demokratiebewusstsein. Diese Inhalte können anhand der Materialsammlung auf www.mauerkuenstler.de einfach und praxisorientiert vermittelt werden. Aufgrund der Vielfalt der Darstellungen, Aussagen und aufgegriffenen Themen fördert Mauerkunst eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema.

Demokratiebildung

„Erziehung für die Demokratie ist eine zentrale Aufgabe für Schule und Jugendbildung – Demokratie und demokratisches Handeln können und müssen gelernt werden“ (Stärkung der Demokratieerziehung – Beschluss der KMK).

Zum einen bildet Mauerkunst inhaltlich Meinungen zu totalitären Strukturen ab und vermittelt den Schülern die künstlerische Sicht auf eine vergangene undemokratische Wirklichkeit. Die Schüler setzen sich mit den Einschränkungen der Freiheitsrechte, mit Mauertoten und staatlicher Kontrolle in der DDR auseinander und werden durch die Mauerkunst auf einer nicht rein historischen Ebene angesprochen.

Zum anderen zeigt Mauerkunst Kunst als eine Form der politischen Meinungsäußerung, die Dinge interpretieren und zuspitzen kann. Die Mauerkunstwerke treffen komprimiert und pointiert Aussagen, die dazu aufrufen, selbst einen Standpunkt einzunehmen. Die Schüler lernen, dass in einer demokratischen Gesellschaft die Freiheit der Künste wichtig ist. Unter anderem anhand der Situation ostdeutscher Mauerkünstler lernen die Schüler, dass in einer demokratischen Gesellschaft Meinungsfreiheit herrschen muss.

Mauerkunst ist ein Beispiel für demokratische, partizipative Betätigung. Die Schüler lernen, dass Kunst ein positiver Weg ist, die eigene Meinung auszudrücken und dass man durch Kunst am politischen Diskurs teilhaben kann. Die Schüler verstehen, dass Kunst demokratische Identität stiften kann und zum kollektiven Gedächtnis und der Erinnerungsarbeit in einem demokratischen Staat gehört. Mauerkunst kann also dabei unterstützen, Schüler zu „mündigen Bürgern“ zu erziehen und sie ein demokratisches Bewusstsein entwickeln zu lassen.

Geschichte

Die deutsche Teilungs- und Einheitsgeschichte findet bundesweit in den Geschichtslehrplänen Beachtung.

„Die Schüler sollen nicht nur „Ursachen für den Zusammenbruch der DDR kennenlernen“ (Bildungsplan Realschule Baden-Württemberg, Geschichte), sondern auch die Realität der deutschen Trennung nachvollziehen können.

Bei der Behandlung des Themas im Unterricht können unterschiedliche Darstellungen gleichberechtigt genutzt und so eine Multiperspektivität erreicht werden. Mauerkunst greift wichtige historische und politische Ereignisse auf, interpretiert Geschichte und zeigt zeitlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Außerdem ist Mauerkunst eine Kunst des Erinnerns und erfüllt damit eine gedächtnisstützende Aufgabe.

Folgende Themen lassen sich mithilfe der Betrachtung von Mauerkunst ergänzen, aufbereiten und vertiefen: der Ost-West-Konflikt, die Teilung Europas und Deutschlands als Folge des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges, der Aufstieg der beiden „Supermächte“, der Kalte Krieg, Demokratie und Diktatur – politische Systeme und Herrschaft in beiden deutschen Staaten, Alltag und Menschenrechte, die friedliche Revolution und die Demokratisierung in der DDR, das Ende der Bipolarität und die deutsche Einheit als Herausforderung.

Kunstunterricht

Moderne Kunst, Graffiti als „Fassadenkunst einer suburbanen Jugendkultur“ (Lehrplan Kunst Gymnasium, Hessen) und Erinnerungskultur sind Inhalte, die für den Kunstunterricht vorgesehen sind. Besonders das Entwickeln eigener Umsetzungen ist für die Schüler spannend und wird im Kunstunterricht praktiziert. Außerdem wird für den Kunstunterricht nahegelegt, die Auseinandersetzung mit Vielfalt in Stil und Technik anzustreben und mit den Schülern typische Elemente verschiedener Kunstrichtungen und -epochen zu erarbeiten.

Die Bilder der Materialsammlung animieren zur eigenen Interpretation von Geschichte und dienen zur Umsetzung/Bearbeitung von Inhalten, die sich im Schnittbereich von Geschichte und Kunst befinden.

Mauerkunst zeigt, wie politische Meinungsäußerung und Teilhabe ästhetisch umgesetzt werden können. Die Schüler lernen ausgewählte Künstler und ihre Werke sowie die Einordnung in kunstgeschichtliche Epochen kennen. Zusätzlich werden sie befähigt, diese zu beschreiben und zu analysieren. Die Mauerkunst regt dazu an, über Kunst als Protestform und die Freiheit der Künste in Ost und West nachzudenken. Über die Untersuchung von Bildaussagen der Mauerkunst lassen sich typische Elemente politischer Kunst feststellen.

Politik, Sozialkunde, Deutsch

Politische Aussagen und Kritik werden im Unterrichtsgeschehen häufig mit Karikaturen besprochen. Mauerkunst bietet ebenfalls kommentierende und/oder humoristische Äußerungen, die auf ihre Argumentation hin untersucht werden können. Die Mauer, aber auch ihr Fall, hatte weitreichende wirtschaftliche, soziale und rechtliche Folgen für die beiden deutschen Staaten. Diese Elemente finden sich auch in der Mauerkunst wieder. Sie kann Ausgangspunkt für weitere Recherchen, Analysen oder Diskussionen bieten.

Eine weitere Unterrichtsanbindung ist durch die Untersuchung von Sprache möglich. „Sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten spielerisch zu erproben, auch mithilfe medialer Aufzeichnungen …“ (Lehrplan Hauptschule Bayern, Deutsch) ist ein vorrangiges Ziel der geisteswissenschaftlichen Fächer. Mauerkunst bietet viele interpretierbare Ebenen und sprachliche Elemente. Mauerkunst kann als Ausgangspunkt für unterschiedliche Texte herangezogen werden – zum Beispiel für historische Sachtexte, biografische Erzählungen oder Reden und Zitate. Mauerkunst greift außerdem literarische und gesellschaftliche Vorbilder auf, die die Schüler auf ungewöhnliche Weise kennenlernen können.

Fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten

Da inhaltliche sowie didaktische Überschneidungen bestehen, kann die Möglichkeit genutzt werden, Unterricht zu koordinieren und/oder eine ganzheitliche Herangehensweise zu nutzen. Mauerkunst ist daher ideal für die fachübergreifende und fächerverbindende Arbeit geeignet. Kunst weist grundsätzliche Verknüpfungsansätze zu allen Fächern auf, sie kann als eine wichtige Schnittstelle im Fächerkanon dienen. In der Materialsammlung werden Hinweise zu fächerverbindendem Arbeiten gegeben. Das fachübergreifende Arbeiten motiviert die Schüler in besonderem Maße und öffnet den Horizont der Schüler zusätzlich.

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